Majd Suliman
Majd Suliman ist ein syrischer Gegenwartskünstler, der 1991 in Aleppo geboren wurde und heute in Düsseldorf lebt und arbeitet. Seine künstlerische Praxis ist interdisziplinär und verbindet Elemente aus Skulptur, Installation, Mechanik und Technologie.
Suliman studierte zunächst Bildende Kunst an der Universität Aleppo und schloss dort 2013 seinen Bachelor ab. Später setzte er seine Ausbildung an der Kunstakademie Düsseldorf fort, wo er 2024 ein Diplom in Bildender Kunst erwarb.
Inhaltlich beschäftigt sich Suliman in seiner Arbeit häufig mit Fragen von Identität, Migration und Zugehörigkeit. Seine eigene Biografie – geprägt von der Erfahrung des Lebens zwischen Syrien und Deutschland – bildet dabei einen zentralen Bezugspunkt. Viele seiner Werke reflektieren die Situation des Lebens „zwischen“ Kulturen, Traditionen und gesellschaftlichen Systemen.
Formal arbeitet der Künstler oft mit selbstgebauten Maschinen und kinetischen Skulpturen in einer DIY-Ästhetik. Diese mechanischen Installationen reagieren teilweise auf Besucherinnen und Besucher und verbinden technische Materialien mit humorvollen oder ironischen Elementen. Damit untersucht Suliman das Verhältnis von Mensch, Natur und Technologie sowie den Einfluss digitaler und industrieller Systeme auf unsere Wahrnehmung und Emotionen.
Ein Beispiel dafür ist die interaktive Installation Pressure (2023), bei der Sensoren die Annäherung von Besucher*innen registrieren und eine mechanische „Stress-Brain“-Skulptur zusammendrücken – eine bildhafte Darstellung von gesellschaftlichem und persönlichem Druck.
Sulimans Arbeiten wurden bereits in verschiedenen Ausstellungen in Deutschland gezeigt, unter anderem im Suermondt-Ludwig-Museum in Aachen.











